Historie

Etwas Geschichte…

Krieger- und Sportschützenverein mit über 125-jähriger Tradition

Kameradschaftlich füreinander einzustehen, die aus den Kriegen heimgekehrten Verwundeten und Kranken zu betreuen, die Witwen und Waisen der Gefallenen zu unterstützen, verstorbenen Kameraden ein ehrenvolles Begräbnis zu sichern, die Pflege soldatischer Tradition und mit dem Gewehr nach der Scheibe zu schießen, waren selbstgewählte Verpflichtungen, die sich die Angehörigen der Wangeriner Stammkameradschaft im Gründungsjahr 1786 in Pommern auferlegten.

Am 10. März 1844 wurde der „Verein vaterländischer Krieger für den Kreis Bochum“ gegründet. Zu dieser Zeit bestanden noch keine Kameradschaften als Untergliederungen.

1861 bildete sich auf Anregung des Gemeindevorstehers Hermann Oberschulte und des Lehrers Konrad Bergmann der Landwehr- und Bürgerverein Langendreer.

1871 gründete sich in Werne ein Krieger- und Landwehrverein.

Die Errichtung des Kyffhäuserdenkmals 1896 in Thüringen, das erste gemeinsame Werk aller Kriegervereine, hatte zur Folge, daß sich die Landkriegerverbände zum „Kyffhäuserbund“ zusammenschlossen. Als der Kyffhäuserbund 1943 durch eine Verfügung Adolf Hitlers aufgelöst wurde, gehörten ihm 4,5 Millionen Mitglieder an.

1953 kam es in Langendreer und Werne zum Neuaufbau von Kyffhäuser-Kamerad-schaften. Mitbegründer der „KK-Langendreer von 1861“ waren u. a. Heinrich Tegeler, Ewald Schaeffer und Dr. Josef Pöppinghaus. Zum 1. Vorsitzenden wählten die Mitglieder Joachim Severin. Sein Amt übernahm der Steiger Max Jellisch.

Die Gründungsmitglieder der „KK Werne von 1871“ bestimmten Richard Thielsch zum ersten Nachkriegsvorsitzenden, zu dessen Nachfolger Arthur Brämer.

1996 feierte die KK Werne, die auch dem Stadtsportbund angeschlossen ist, ihr 125-jähriges Vereinsjubiläum. Im Jubiläumsjahr zählte die Kameradschaft noch 41 Mitglieder. Dem Vorstand gehörten an:

H. Tatenhorst (1. Vors.), W. Rosendahl (2. Vors.), H. Jacobsmeyer (Schriftführer) und H. Moulen (Fahnen-Offizier).

Neben dem Einsatz im sozialen und karitativen Bereich, ist das Sportschießen zu einer tragenden Säule der Verbandsarbeit geworden. Kyffhäuser-Vergleichsschießen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene in verschiedenen Waffenarten, geben den Kyffhäuser-Sportschützen, zu denen viele Frauen und Jugendliche gehören, das Rüstzeug um auch in Wettkämpfen mit anderen Organisationen bestehen zu können.

Quelle: Clemens Kreuzer „Langendreer-Werne – zwischen Steinzeit und Gegenwart“, Heinrich Pöppinghaus Verlag GmbH, Langendreer 1999
mit freundlicher Genehmigung des Heinrich-Pöppinghaus-Verlages in Bo-Langendreer